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Geschichte des Kendo
In Kürze:
" Ken "
bedeutet Schwert,
" Do
" bedeutet der Weg.
"
Kendo " ist daher der Weg des Schwertes,
die traditionelle japanische Kunst des Kampfes mit dem Schwert,
entwickelt aus der höchst wirksamen Kampftechnik der
legendären Samurai, der japanischen "Ritter",
und die Anwendung der daraus erzielten Erkenntnisse auf das
Leben.
Geschichte:
Kendo entwickelte sich aus der Kunst des Schwertkampfes,
wie sie von der japanischen Kriegerkaste,
den Samurai (oder bushi) im
mittelalterlichen, von zahlreichen Kriegen zwischen rivalisierenden
Feudalherren zerrissenen Japan bis zur Perfektion verfeinert
wurde.
Die Samurai trugen auch im Frieden stets das Lang-
und das Kurzschwert (daisho).
Das Schwert bedeutete für sie die Verkörperung ideeller
und moralischer Prinzipien, zusammengefasst im bushido,
dem Weg des Kriegers. Auch als man durch die Weiterentwicklung
der Militärtechnik und die gesellschaftlichen Veränderungen
in Japan vom Gebrauch und dem Tragen von Schwertern abkam,
geriet die Kunst des Schwertkampfes nicht in Vergessenheit.
Man erkannte das große Potential für die körperliche,
geistige und charakterliche Ausbildung: Der Schüler entwickelt
Körperkraft, Schnelligkeit und Geschicklichkeit und erlangt
eine gute Körperhaltung. Das Training fördert Konzentration,
Reaktionsvermögen und Entschlussfähigkeit, im Kampftraining
wird das entschlossene Vorgehen gegen den Gegner geübt
und gleichzeitig die Fähigkeit ausgebildet, einem solchen
entschlossenen Vorgehen körperlich und auch psychisch
standhalten zu können. Höflichkeit gegen den Lehrer
und die Trainingspartner fördern die Achtung vor dem
Mitmenschen.
Modernes Kendo:
In Japan ist Kendo heute Bestandteil der Ausbildung bei Militär
und Polizei, wird aber auch an vielen Schulen und Universitäten
zur Leibeserziehung eingesetzt. Gleichzeitig entwickelte sich
Kendo zu einer faszinierenden Wettkampfsportart. Um Kendo
ohne Verletzungsrisiko bei vollem Einsatz und wirksamen Schlägen
üben zu können, wurde bereits in 18. Jahrhundert
begonnen, eine Schutzausrüstung
und eine Übungswaffe zu entwickeln. Heute wird Kendo
mit einer Schutzausrüstung bestehend aus dem Helm (men),
dem Brustpanzer (do), dem Hüftschutz
(tare) und den Fechthandschuhen (kote)
ausgeübt.
Anstelle des Metallschwertes (tachi oder
katana) wird ein elastisches Bambusschwert (shinai)
aus vier Bambuslamellen, die mit Lederteilen verbunden sind,
verwendet. Auf der ganzen Welt wird Kendo heute als faszinierender
Sport und als ganzheitliche körperliche und geistige
Schule ausgeübt. Regelmäßig finden Europa-
und Weltmeisterschaften statt, bei denen auch Österreich
mehrfach vertreten war. Zuletzt fand eine Weltmeisterschaft
im Dezember 2006 in Taipeh (Taiwan), statt.
Die letzte Europameisterschaft fand im April
2007 in Lissabon (Portugal), statt.
Warum soll ich Kendo ausüben?
Unabhängig von der individuellen Konstitution, vom Alter
und vom Geschlecht kann Kendo ebenso als gesamtheitliche Ausbildung
für Körper und Geist wie als faszinierender Wettkampfsport
ausgeübt werden. Wer nicht an Wettkämpfen teilnehmen
will, findet Zugang zur japanischen Philosophie, Geschichte
und Kultur, lernt Menschen aus vielen Ländern und Kulturen
kennen und erfährt viel über sich selbst.
Download einer ausführlicheren
Geschichte des Kendo
Quelle: http://www.kendo-wien.at/
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